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LehrkräftePLUS Siegen - Weiterqualifizierung geflüchteter Lehrer*innen

LehramtPLUS Logo

Herzlich willkommen auf den Internetseiten des Projekts LehrkräftePLUS Siegen!

LehrkräftePLUS ist ein Weiterbildungsangebot für Geflüchtete, die in ihrem Heimatland bereits als Lehrer*in gearbeitet haben und ihre Tätigkeit in Deutschland fortführen möchten. In einer einjährigen Weiterqualifizierung werden ihre vorhandenen sprachlichen, fachlichen und pädagogischen Kenntnisse und Fähigkeiten aufgegriffen und mit Blick auf den Einsatz an Schulen in Deutschland erweitert. Der erfolgreiche Abschluss ermöglicht den Absolvent*innen die Teilnahme an einem Qualifizierungsprogramm der Bezirksregierungen in NRW, welches ihnen weitere Perspektiven für eine Tätigkeit als Lehrer*in eröffnet.

Auf den folgenden Seiten finden Sie nähere Informationen

Flyer des Programms als PDF-Dokument öffnen

Youtube-Tutorial zur Homepage in arabischer Sprache
(erstellt durch einen ehemaligen Teilnehmer, ohne Gewähr)

Bild LehrkräftePLUS

Aktuelles

Auftakt LehrkräftePLUS

LehrkräftePLUS Siegen mit Programmdurchgang 2020/21 gestartet

29 Geflüchtete werden für die Tätigkeit als LehrerInnen in Nordrhein-Westfalen weiterqualifiziert.

Mehr erfahren...

Mit einer Auftaktveranstaltung an der Universität Siegen ist der erste Durchgang von LehrkräftePLUS Siegen nun offiziell an den Start gegangen. Das Programm richtet sich in erster Linie an Geflüchtete, die über einen Universitätsabschluss verfügen und in ihren Herkunftsländern bereits als LehrerInnen gearbeitet haben. 29 TeilnehmerInnen aus der Türkei, Syrien, dem Iran und Albanien werden während des einjährigen Weiterqualifizierungsprogramms an der Universität Siegen für eine Tätigkeit als LehrerInnen in Nordrhein-Westfalen geschult.

Aufgrund der aktuellen Situation fand die Veranstaltung in kleinem Rahmen statt. Neben den TeilnehmerInnen selbst waren die Projektverantwortlichen vor Ort, um die Teilnehmenden willkommen zu heißen und diesen Informationen zum Programmstart mit auf den Weg zu geben. Darüber hinaus nahm Imke Möckel von der Bezirksregierung Arnsberg an der Veranstaltung teil. Die Universität arbeitet vor allem in Bezug auf die anstehenden Praxisphasen in den Schulen, der Auswahl der BewerberInnen und der Beratung der geflüchteten LehrerInnen hinsichtlich ihrer Anschlussperspektiven eng mit der Bezirksregierung zusammen. „Um unsere Teilnehmenden auf ihrem Weg zurück in die Berufstätigkeit bestmöglich zu unterstützen, begleiten und beraten wir sie während ihrer Weiterqualifizierung fortlaufend. So lassen sich offene Fragen schnell klären und Lösungen für eventuelle Probleme können gemeinsam gefunden werden. Zusammen mit der Bezirksregierung Arnsberg, mit der wir von Beginn an im Projekt kooperieren, haben wir die individuellen beruflichen Perspektiven der Teilnehmenden stets im Blick“, berichtet die Projektkoordinatorin Dr. Inga Schmalenbach.

Der Direktor des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Siegen und Projektleiter Prof. Dr. Nils Goldschmidt sowie Prof.in Dr. Alexandra Nonnenmacher, Prorektorin für Bildung, wandten sich mit Grußworten an die Programmteilnehmenden. „Die Liebe zu ihrem Beruf, Erfahrung als LehrerIn im Heimatland, Aufgeschlossenheit, Lernbereitschaft und Willensstärke – die Teilnehmenden, die nun in unser Programm starten, bringen diese und weitere wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rückkehr in ihren Beruf mit“, so Goldschmidt . Es freue ihn sehr, dass die TeilnehmerInnen durch LehrkräftePLUS Siegen Gelegenheit erhalten, ihr Potential zu nutzen und sich auf eine Tätigkeit als LehrerIn in NRW vorzubereiten. „Ich bin überzeugt davon, dass dies nicht nur ein großer Gewinn für die Teilnehmenden selbst, sondern auch für unsere Schulen und unsere Gesellschaft ist.“

Nach einer Infoveranstaltung im Plenum ging es in Kleingruppen um das gegenseitige Kennenlernen und die Erläuterung des Stundenplanes. Die jeweiligen Fächer, in denen die TeilnehmerInnen später unterrichten werden, sind Mathematik, Englisch, Chemie, Biologie und Physik. Bevor es soweit ist, stehen bis zum nächsten Jahr unter anderem sprachliche, pädagogisch-didaktische, fachliche und interkulturelle Weiterbildungen auf dem Programm. Zudem stehen ihnen für die gesamte Dauer des Programms Lehramtsstudierende als TandempartnerInnen zur Seite, um sich austauschen und offene Fragen klären zu können.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weiterqualifizierung haben die AbsolventInnen die Möglichkeit an dem zweijährigen Anschlussprogramm „Internationale Lehrkräfte fördern – ILF“ der Bezirksregierung Arnsberg teilzunehmen. Im Rahmen von ILF werden sie für maximal zwei Jahre befristet und in Teilzeit an einer Schule als LehrerIn angestellt und im Rahmen begleitender Fortbildungsmaßnahmen weiterqualifiziert. Anschließend besteht die Möglichkeit, dauerhaft im Schuldienst des Landes NRW tätig zu werden.

Das Projekt „LehrkräftePLUS Siegen“ wird durch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Siegen verantwortet und von 2020-2022 im Rahmen des Förderprogramms „NRWege Leuchttürme“ durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) gefördert.